Dr. Josep Cornellà erhält wichtigsten deutschen Nachwuchspreis

12. März 2021
Nachwuchsgruppenleiter wird von der DFG und dem BMBF mit dem Heinz Maier-Leibnitz Preis ausgezeichnet
Dr. Josep Cornellà

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung haben ihre wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland, die Heinz Maier-Leibnitz Preise, vergeben. Mit dabei ist Dr. Josep Cornellà, der die Gruppe „Nachhaltige Katalyse für die Organische Synthese“ am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung leitet. Der spanische Forscher wird für seine Entwicklung und Implementierung praktischer und effizienter Methoden für die organische Synthese auf Basis nachhaltiger und billiger Katalysatoren ausgezeichnet, so die Begründung der DFG. Der Preis dient als Anerkennung und Ansporn für Cornellàs weitere Forscherkarriere, wobei die Jury die Relevanz seiner wissenschaftlichen Arbeit für den industriellen Einsatz in der Wirkstoffforschung hervorhob. Der Heinz Maier-Leibnitz Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und nach dem gleichnamigen Atomphysiker benannt, der von 1974 bis 1979 die DFG als Präsident leitete. Die Preise werden am 4. Mai in einer virtuellen Veranstaltung an die zehn ausgewählten Preisträgerinnen und Preisträger verliehen.

Dr. Josep Cornellà hat an der Universität von Barcelona studiert und mit einer Arbeit im Bereich der Organischen Chemie an der Queen Mary Universität in London promoviert. 2012 ging er als Postdoktorand an das spanische Institut für Chemische Forschung (ICIQ) in Tarragona und forschte anschließend auch am renommierten Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien. Seit 2017 ist der Spanier unabhängiger Forschungsgruppenleiter am Mülheimer Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und hat eine Vielzahl von Forschungsergebnissen hochrangig veröffentlicht. Seine Gruppe entwickelte eine neuartige Klasse von Nickel- und Bismuth-Komplexen, die aufgrund ihrer möglichen Anwendung in industriellen Prozessen auf außergewöhnlich hohes Interesse gestoßen sind. Für seine Forschung wurde der 36-jährige schon vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant in 2019 oder mit dem Bayer Early Excellence in Science Award 2020. Die Stadt Mülheim ehrte ihn kürzlich mit ihrem Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft.

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