Homogene Katalyse

Unsere Forschung hat sich die Entwicklung der „perfekten chemischen Reaktion“ zum Ziel verschrieben. Wir versuchen, quantitative Ausbeuten und hohe Atomökonomie ohne giftige Lösungsmittel, Schutzgruppenstrategien, extreme Temperaturen oder Inertgasatmosphären durch den Einsatz hochselektiver Katalysatoren zu erreichen, welche selbst lediglich kleine organische Moleküle sind. In den vergangenen Jahren konnte gezeigt werden, dass diese kleinen organischen Moleküle, Organokatalysatoren, den weiter verbreiteten Metall-basierten Katalysatoren in nichts nachstehen, was zu einer rasanten Verbreitung des Konzeptes auf der ganzen Welt führte. Als Ergebnis dessen hat unsere Gruppe 2005 erstmalig das Konzept der asymmetrischen Gegenanion-Katalyse identifiziert. Weiterhin konzentrieren wir uns auf die Anwendung organokatalytischer Reaktionen in der Synthese von Natur- und Wirkstoffen.

Forschungsthemen:

Seit der Einführung des Konzepts der „asymmetrischen Gegenanionen-vermittelten Katalyse” (ACDC) in unseren Studien zur asymmetrischen Transferhydrierung im Jahr 2006 haben wir uns kontinuierlich bemüht, diese Methode auf immer anspruchsvollere chemische Umwandlungen anzuwenden. Die Erkenntnis, das...  [mehr]
Dank der zukunftsweisenden Förderung der Werner Siemens-Stiftung arbeiten wir an der chemischen Abstraktion der Photosynthese, um CO2 in reinen Kohlenstoff (C) und Sauerstoff (O2) umzuwandeln. Parallel dazu entwickeln wir smarte chemische Ansätze, um aus biobasierten Furanen wertvolle Feinchemikalien herzustellen. [mehr]
Seit unseren Studien zur ersten asymmetrischen Prolin-katalysierten intermolekularen Aldolreaktion im Jahr 2000 konnten wir gemeinsam mit anderen WissenschaftlerInnenEnaminkatalyse als grundsätzliches Konzept in der katalytischen Umsetzung von Carbanion-Äquivalenten etablieren. Auf Basis dieser Arbeiten wurde 2021 der Nobelpreis für die Entwicklung der asymmetrischen Organokatalyse an Benjamin List und David MacMillan verliehen.  [mehr]
Biomasse statt Erdöl, um chemische Rohstoffe zu erhalten: Darin geht es in dem Forschungsprojekt von Nils Frank aus der Arbeitsgruppe von Prof. Benjamin List. 

Ein Forschungsprojekt des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung zeigt, wie Biomasse anstelle von Erdöl als Rohstoff für chemische Produkte genutzt werden kann. Ihre spannenden Erkenntnisse haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun im Magazin Science veröffentlicht. mehr

Die Abbildung zeigt die katalytische asymmetrische Addition eines Silylketenacetals an ein in situ erzeugtes Silylnitroniumion.

Mülheimer Forschungsteam publiziert Studie in der Fachzeitschrift „Nature“ mehr

Person im weißen Laborkittel steht an einem Tisch mit Laborgeräten und Chemikalienflaschen.

Projektleiterin Mariko Teshima gestaltet den Aufbau und die Sicherheit des neuen Biolabors mehr

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Katalyse für die Welt

Video 27. Februar 2020

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Forschungsberichte:

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