Sie befinden sich hier: Startseite > Aktuelles > News > Zuwachs in der Theorie – Dr. Matthias Heyden wird neuer Gruppenleiter an der Kohlenforschung

31.01.2014

Zuwachs in der Theorie – Dr. Matthias Heyden wird neuer Gruppenleiter an der Kohlenforschung

Zuwachs in der Theorie – Dr. Matthias Heyden wird neuer Gruppenleiter an der Kohlenforschung

Dr. Matthias Heyden aus Düsseldorf ist seit Januar 2014 neuer Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Der Forscher, der an der Ruhr-Universität Bochum studiert und bei Martina Havenith promoviert hat, arbeitet nun als RESOLV-Nachwuchsgruppenleiter in der Abteilung für Theorie. Als Biochemiker interessiert er sich vor allem für die Schnittstelle zwischen lebenden Organismen und der molekularen Welt der chemischen Forschung.

Wechselseitiger Einfluss zwischen Proteinen und ihrer Umgebung

„Wir untersuchen den wechselseitigen Einfluss zwischen Proteinen und ihrer Umgebung“, erklärt Matthias Heyden, der drei Jahre als Postdoc an der UC Irvine in den USA gearbeitet hat, einen seiner Forschungsschwerpunkte. "Der wichtigste Bestandteil dieser Umgebung ist oft Wasser, welches 70 bis 80% unseres Körpergewichts ausmacht ". Proteine brauchen, um ihre Funktion erfüllen zu können, eine bestimmte Umgebung. Inwieweit sind sie beispielsweise an Wasser als umgebende Flüssigkeit angepasst? Und wie sieht diese Anpassung konkret aus? „Mich interessiert die Dynamik der Proteine. Wie flexibel sind sie, welche Bewegungen finden auf welchen Zeitskalen statt und inwieweit ist dies von der Umgebung beeinflussbar?“, so der Wissenschaftler.

Außerdem faszinieren ihn die Vorgänge innerhalb einer Zelle: „Das Innere einer Zelle sieht ganz anders aus als ein Reagenzglas, es gibt dort eine enorm hohe Konzentration von Proteinen und anderen Molekülen – da ist nicht viel Platz“, sagt Matthias Heyden. Wie wirken sich beispielsweise die räumlichen Verhältnisse auf die Funktion und Stabilität der Proteine aus?

Genaue Einblicke dank Simulationsmethoden

All das untersucht Matthias Heyden nicht im Labor, sondern am Computer. Als Theoretiker entwickelt er auf rechnerischem Wege Simulationsmethoden, die die Gegebenheiten in der Zelle möglichst genau wiederspiegeln sollen. Denn all die chemischen Prozesse sind viel zu klein und passieren viel zu schnell, als das man sie mit bloßem Auge sehen und verstehen könnte. "Eine Computer-Simulation kann wie ein äußerst leistungsfähiges Mikroskop Einblicke in die molekularen Prozesse gewähren die den experimentellen Beobachtungen zugrunde liegen." Der Vergleich zwischen Simulationsergebnissen und experimentellen Daten mehrerer Kooperationspartner ist daher ein essentieller Bestandteil der Arbeit von Matthias Heyden.

Zur Forschungsseite der Arbeitsgruppe von Matthias Heyden geht es hier entlang.

Nähere Informationen zum Exzellenzcluster RESOLV finden Sie auf der Homepage des Programms.