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16.12.2013

Wissenschaftler trägt den Namen Mülheims in die Welt: Ben List erhält den Ruhrpreis der Stadt

Wissenschaftler trägt den Namen Mülheims in die Welt: Ben List erhält den Ruhrpreis der Stadt

„Die Max-Planck-Institute sind wie Sterne über Mülheim. Sie strahlen weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Wir sind sehr stolz darauf.“ Mit einer Grundsatzrede eröffnete Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin Mülheims, die Verleihung des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft in der Halle der städtischen Sparkasse. Die Preise wurden in diesem Jahr an Prof. Benjamin List, geschäftsführender Direktor am MPI für Kohlenforschung, und an den Künstler Eberhard Ross verliehen.

Das beste Labor der Welt

„Ich bin vor allem meinen Mitarbeitern besonders dankbar“, erklärte Ben List, nachdem er den Preis erhalten hatte. Ohne sein Team, das für ihn „das beste Labor der Welt“ bilde, könne er nicht arbeiten. Und gerade diese Arbeit, die in der Gruppe von Ben List entstanden ist, hat dem Chemiker den Ruhrpreis beschert.

Ferdi Schüth, der die Laudatio für Ben List hielt, erklärte auch gleich, warum die Katalyseforschung und somit Ben Lists Arbeit von gesellschaftlicher Relevanz ist: „Man nehme nur die Enzyme im Körper: Leben ist ohne Katalyse nicht möglich.“ Schüth erklärte, dass Ben Lists Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2000, in denen er die Verwendung von Prolin als organischem Katalysator beschreibt,  in der Chemie eine echte Revolution gewesen seien, „eine Großtat, die nur wenigen gelingt“. Während man in der Katalyseforschung zuvor drei Arbeitsfelder kannte, habe er ein viertes hinzugefügt.

Inspiration, Irritation

 „Wir wollen mit diesem Preis ein Zeichen setzen für Kunst und Wissenschaft“, so Dagmar Mühlenfeld. Denn Kunst und Wissenschaft sorgten dafür, so die Politikerin, dass die Stadt nicht museal werde. „Künstler und Wissenschaftler lösen Diskussionen in der Fachwelt aus. Sie inspirieren, irritieren, verblüffen und verstören“, sagte Mühlenfeld. Der Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft wurde erstmals im Jahre 1962 gestiftet, zunächst allerdings nur für Künstler. Erst seit 1963 werden auch Wissenschaftler von der Stadt ausgezeichnet.

Der Ruhrpreis, den vor Ben List unter anderem auch die Kohlenforscher Ferdi Schüth, Alois Fürstner und Günther Wilke erhielten, ist mit 3000 Euro dotiert. Ben List wird einen Großteil des Preisgeldes Mülheimer Schulen sowie dem gemeinnützigen Verein „Chance for Growth“ spenden.