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01.10.2015

Von Oxford nach Mülheim: Der neue Gruppenleiter Matthew Tredwell

Von Oxford nach Mülheim: Der neue Gruppenleiter Matthew Tredwell

Der Brite Dr. Matthew Tredwell ist neuer Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim. Sein Studium und seinen Doktor in Organischer Fluorchemie hat er an der Universität in Oxford absolviert. Danach hat er für zwei Jahre als Postdoktorand an der Universität Cambridge gearbeitet. 2009 ist er dann nach Oxford zurückgegangen, um neue Wege zur Fluorierung im Zusammenhang mit der Positronen-Emissions-Tomographie PET zu finden. Im Oxford Cancer Imaging Centre hat Tredwell eine Reihe von Strategien entwickelt, um seit langem bestehende Probleme der Radiochemie zu lösen. In Mülheim wird er ein neues Radiochemielabor leiten, das zur Abteilung Organische Synthese von Professor Tobias Ritter gehört.


„Es ist nicht einfach, einen Ort wie Oxford zu verlassen. Aber das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung ist exzellent ausgestattet und vor allem das neue Radiochemielabor wird fantastisch“, schwärmt Tredwell. Die Entscheidung nach Deutschland zu ziehen war ziemlich einfach für ihn, weil er das Land von früheren Arbeitsaufenthalten gut kannte. Daher hat er gerne zugesagt, als Professor Ritter ihm die Position in Mülheim angeboten hat.

Strahlenschutzbeauftragter für das Radiochemielabor des Fachbereichs Chemie in Oxford


In Oxford hat Tredwell das Siemens-Oxford Molecular Imaging Laboratory geleitet. Der Fachbereich Chemie hat ihn zum Strahlenschutzbeauftragten ernannt. Er war also nicht nur für die wissenschaftliche Arbeit im Labor verantwortlich, sondern auch für die Einhaltung der Regeln der Behörden und des Sicherheitsamts der Universität. Tredwell baut also nicht zum ersten Mal ein Radiochemielabor auf, er ist ein Experte für Sicherheitsmaßnahmen.


Nach dem Umzug aus England will der Chemiker jetzt so schnell wie möglich mit der Forschung anfangen. „Die Arbeiten gehen gut voran“, erklärt er. „Das Radiochemielabor kann bald öffnen. Es ist natürlich ein komplizierter Prozess, aber wir sind sehr offen und liefern den Behörden alle nötigen Sicherheitsinformationen.“


Tredwells Forschung dreht sich um die Arbeit mit dem Fluorisotop [18F]. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Positronen-Emissions-Tomographie, einer Technik zur Erkennung und Diagnose von Krankheiten. Das Fluorisotop [18F] hat eine Halbwertszeit von etwa 110 Minuten, das heißt es zerfällt sehr schnell wieder. Es kann mit der PET-Technik durch den Körper verfolgt werden, dies kann genutzt werden, um Krebs zu entdecken und allgemein um Vorgänge im Körper zu überwachen. Es gibt also offensichtlich eine starke Verbindung zwischen Tredwells Arbeit und der Medizin.