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08.08.2013

Von der Ruhr an die Donau: Nuno Maulide wird Professor in Wien

Von der Ruhr an die Donau: Nuno Maulide wird Professor in Wien

Dr. Nuno Maulide, Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim, hat einen Ruf an die Universität Wien erhalten, die älteste Universität im heutigen deutschsprachigen Raum. Der Chemiker aus Portugal wird dort zum kommenden Wintersemester  als Professor und Lehrstuhlinhaber für Organische Synthese antreten. Ein Großteil seiner Mülheimer Arbeitsgruppe, die er seit Anfang 2009 an der Kohlenforschung aufgebaut hat, wird ihm im die österreichische Hauptstadt folgen.

Herausragende Chemie

Am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung hat Nuno Maulide sich als herausragender Chemiker einen Namen gemacht. Während seiner Zeit am Institut hat er gemeinsam mit seiner internationalen Forschungsgruppe eine Vielzahl von wissenschaftlichen Artikeln in namhaften Fachzeitschriften veröffentlicht. Er wurde für seine Forschungsarbeiten mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayer Early Excellence in Science Award und dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

„Beim Unterrichten lernt man eine Menge.“

Dass er nicht nur ein herausragender Wissenschaftler ist sondern auch dem Beruf als Professor gewachsen, hat Nuno Maulide auch dadurch nachgewiesen, dass er das Habilitationsverfahren an der Ruhr-Universität Bochum abgeschlossen hat.
Der Abreise nach Wien steht also nichts mehr im Wege. Maulide, der leidenschaftlich gerne unterrichtet, freut sich sehr darauf, mit den Studenten der Universität Wien in Kontakt zu kommen, die noch im Grundstudium sind. „Die Lehre ist ein wichtiger Teil der Arbeit eines Professors. Ich freue mich darauf, junge Menschen für die Chemie zu begeistern. Außerdem lernt man beim Unterrichten selbst eine ganze Menge.“

In Mülheim Freunde gefunden


Maulide ist sehr gespannt auf die neue Stadt. Mülheim wird er aber in guter Erinnerung behalten.  „Hier habe ich mich sehr wohlgefühlt“, sagt er. Er habe viele Freunde gefunden, auch außerhalb des Instituts. Maulide engagierte sich nicht nur im Labor, sondern auch für einen guten Zweck: So spielte der ausgebildete Pianist mehrere Benefiz-Konzerte für die Unicef Arbeitsgruppe Mülheim/Oberhausen. „Natürlich tut es ein bisschen weh, wenn man ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlägt. Doch nur so kann man wachsen“, betont der 33-Jährige. 

Ein Porträt über Nuno Maulide ist im Forschungsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft erschienen.

Foto: Frank Vinken