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03.07.2019

Otto-Hahn-Medaille für Dr. Lucas Schreyer: Ehemaliger Doktorand am MPI erhält Auszeichnung für seine Entwicklung einer allgemein anwendbaren Mukaiyama-Aldolreaktion von Acetaldehyd-Enolsilanen mit Aldehyden

Otto-Hahn-Medaille für Dr. Lucas Schreyer: Ehemaliger Doktorand am MPI erhält Auszeichnung für seine Entwicklung einer allgemein anwendbaren Mukaiyama-Aldolreaktion von Acetaldehyd-Enolsilanen mit Aldehyden

Schon die zweite große Auszeichnung in seiner noch jungen Forschungskarriere erhält Dr. Lucas Schreyer. Der Postdoktorand am MPI für Kohlenforschung wurde jetzt mit der Otto-Hahn-Medaille für seine Beiträge zur Entwicklung einer allgemein anwendbaren, enantioselektiven Mukaiyama-Aldolreaktion von Acetaldehyd-Enolsilanen mit Aldehyden geehrt. Die Auszeichnung wird von der Max-Planck-Gesellschaft vergeben und ist mit einem Anerkennungsbetrag von 7500 Euro verbunden. Sie soll besonders begabte Nachwuchswissenschaftler zu einer späteren Hochschul- oder Forscherkarriere motivieren.

Über den Preisträger

Dr. Lucas Schreyer forschte für seine Doktorarbeit in der Abteilung Homogene Katalyse, unter der Betreuung von Prof. Dr. Benjamin List am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und promovierte im September 2018 an der Universität zu Köln mit “summa cum laude”. Seine Dissertation auf dem Gebiet der Organokatalyse handelt von asymmetrischen Kohlenstoff-Kohlenstoff-bindungsbildenden Reaktionen. Der 30-jährige wechselte zu Beginn dieses Jahres in die Abteilung Metallorganische Chemie von Prof. Dr. Alois Fürstner. In der ausgezeichneten Arbeit wendeten Schreyer et al. eine kürzlich in der List-Gruppe entwickelte Katalysatorklasse  auf die angestrebte (Kohlenstoff-Kohlenstoff-bindungsbildende) Aldolreaktion an. Die Schwierigkeit dabei liegt in der Erhaltung der reaktiven funktionellen Gruppe, die bereits in einem der Substratmoleküle vorhanden ist, was normalerweise zu (in diesem Falle unerwünschten) Polymerisierung führt. Jedoch konnten die Selektivität der Einfachaddition sowie des stereochemischen Ausgangs der Reaktion durch gezielte Modifikationen der Katalysatorstruktur erfolgreich optimiert werden. Diese Reaktion stellt eine signifikante Vereinfachung der Herstellung wertvoller synthetischer Intermediate dar, die häufig in Synthesen biologisch aktiver Naturstoffe und Pharmazeutika verwendet werden.

Die Otto-Hahn-Medaille

Seit 1978 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen, die sie in der Regel im Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit erbracht haben, mit der Otto-Hahn-Medaille aus. In diesem Jahr bekamen insgesamt 28 Wissenschaftler aus Max-Planck-Instituten eine Otto-Hahn-Medaille, die in Hamburg bei der Jahreshauptversammlung verliehen wird. Die Preisträger werden in der Broschüre „Ausgezeichnet“ vorgestellt. Seit 1978 hat die Max-Planck-Gesellschaft bereits über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet.

Photo: Das Bild zeigt Dr. Lucas Schreyer mit dem Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Ferdi Schüth, bei der Preisverleihung in Hamburg. © Ausserhofer/MPG