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26.08.2015

Manuel Alcarazo übernimmt Professur in Göttingen

Manuel Alcarazo übernimmt Professur in Göttingen

Nachwuchsgruppenleiter Dr. Manuel Alcarazo vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung hat mehrere Rufe von renommierten Universitäten in Deutschland und im europäischen Ausland erhalten. Er hat sich für die Universität Göttingen entschieden und wird dort eine W3-Professur für Organische Chemie übernehmen. Sein Arbeitskreis zieht im Dezember dieses Jahres nach Göttingen um. Dr. Alcarazo freut sich schon auf die neue Position und die Aufgaben, die vor ihm liegen. „Die Zeit am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim war für mich sehr wichtig. Jetzt bin ich gespannt auf den neuen Lebensabschnitt in Göttingen.“


Vor dem Umzug nach Göttingen geht die wissenschaftliche Arbeit natürlich weiter. In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Zeitschrift Journal of the American Chemical Society beschreiben Dr. Alcarazo und sein Team eine Alternative zu hypervalenten Jodverbindungen, die derzeit für den Transfer elektrophiler Gruppen genutzt werden, jedoch beim Erhitzen in einer heftigen Reaktion zerfallen können und daher mit großer Vorsicht gehandhabt werden müssen. Das Team um Dr. Alcarazo hat deshalb als Ersatz Schwefel-basierte Reagentien entwickelt, die stabil, leicht herzustellen und breit einsetzbar sind – ganz wie gewünscht – und somit eine wertvolle Alternative für die direkte elektrophile Cyanierung und Alkinylierung organischer Stoffe bieten, gerade auch in einem industriellen Umfeld.


[1] Garazi Talavera, Javier Pena, Manuel Alcarazo, „Dihalo(imidazolium)sulfuranes: A Versatile Platform for the Synthesis of New Electrophilic Group-Transfer Reagents“, J. Am. Chem. Soc. 2015, 137, 8704-8707.