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01.10.2013

Luise trifft Max: Projekt der Luisenschule und des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung für Preis der Robert Bosch Stiftung nominiert

Luise trifft Max: Projekt der Luisenschule und des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung für Preis der Robert Bosch Stiftung nominiert

Das Projekt „Luise trifft Max“ der Mülheimer Luisenschule und des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung ist für den Preis „Schule trifft Wissenschaft“ der Robert Bosch Stiftung nominiert. Die Schülerinnen und Schüler des Chemie-Projektkurses haben unter der Leitung der Fachlehrerin Christin Theyßen in Zusammenarbeit mit     Wissenschaftlern des Instituts Facharbeiten über die unterschiedlichen Forschungsabteilungen vor Ort verfasst. Eine enorme Herausforderung, da die Chemie der Max-Planck-Forscher weit über die Obligatorik des Faches Chemie an Schulen hinausgeht. Unterstützt von Forschern haben die Schüler unter anderem gelernt, eine wissenschaftliche Bibliothek für das Verfassen ihrer Facharbeiten zu nutzen. 

Im Anschluss daran haben sich die Schüler einer weiteren kniffligen Aufgabe gestellt: Nachdem sie verstanden hatten, an welchen Fragestellungen am Institut geforscht wird, wollten sie als nächstes ihre Kenntnisse an jüngere Mitschüler weitergeben. So entstand „Luises Streifzug durch das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung“. Dabei handelt es sich um eine Broschüre, die auf verständliche Art und Laien die Forschungsinhalte des Max-Planck-Instituts näherbringen soll.

Den Schülern stehen Profis zur Seite

„Ziel war es, das Institut und seine verschiedenen Arbeitsbereiche und Serviceabteilungen einer Zielgruppe von Zehn- bis Zwölfjährigen näherzubringen“, erklärt Christin Theyßen, die die Fächer Chemie und Deutsch unterrichtet. Unterstützung gab es von den Mitarbeitern des Instituts, im Bereich Kommunikation stand den Projektteilnehmern aber auch ein Profi zur Seite: Magdalena Hamm, Redakteurin des Kindermagazins „ZEIT Leo“ besuchte die Luisenschule, um mit den Schülerinnen und Schülern über Texte für Kinder zu sprechen.

Schnell war klar: Es ist gar nicht so leicht, komplizierte Inhalte einfach zu vermitteln. So entwickelte die Gruppe eine Rahmenhandlung, in der der Geist des namensgebenden Wissenschaftlers Max Planck der kleinen „Luise“ erklärt, was am Institut vor sich geht. In witzigen und frechen Dialogen helfen die beiden Figuren Max und Luise dem Leser, komplizierte Forschungsinhalte besser zu verstehen. Die Wissenschaft soll vereinfacht dargestellt werden, keinesfalls aber falsch – ein Drahtseilakt.

Eine Herausforderung, die Spaß macht

„Das Projekt war für alle Beteiligten eine Herausforderung, aber es hat auch großen Spaß gemacht“, erklärt Wissenschaftlerin Dr. Claudia Weidenthaler, die für das MPI die Projektkoordination übernommen hatte, so viel Spaß, dass die Zusammenarbeit Schule und Institut verstetigt und nachhaltig weitergeführt werden soll.

Nachdem die Broschüren fertiggestellt waren, haben sich die Projektkoordinatoren zum Bundesweiten Wettbewerb der Robert Bosch Stiftung angemeldet. Von 64 Wettbewerbsbeiträgen sind 14 zu einer Auswahltagung nach Berlin eingeladen worden, darunter auch „Luise trifft Max“. Nun ist das Projekt als eines der besten acht nominiert worden. Welchen Platz die Mülheimer belegt haben, wird sich erst bei der Preisverleihung zeigen. So oder so: Die Luisenschule und das Max-Planck-Institut werden weiterhin eng zusammenarbeiten.

Die Preisverleihung durch die Robert Bosch Stiftung findet im Rahmen einer Festveranstaltung am 2. Dezember in Berlin statt.