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03.06.2013

Karl-Ziegler-Preis der GDCh geht an Prof. Alois Fürstner

Karl-Ziegler-Preis der GDCh geht an Prof. Alois Fürstner

Mülheim an der Ruhr. Prof. Dr. Alois Fürstner, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, wird in diesem Jahr mit dem Karl-Ziegler-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ausgezeichnet. Die Preisübergabe findet anlässlich des Wissenschaftsforums Chemie im September in Darmstadt statt.

Für die GDCh ist Alois Fürstner deshalb der passende Kandidat, weil er einer „der renommiertesten organischen und metallorganischen Chemiker von internationalem Rang“ sei. Insbesondere mit seinen Beiträgen zur Katalyseforschung habe er sich einen Namen gemacht.

Alois Fürstner entdeckte als Erster das enorme Potenzial der Metathese zur Darstellung großer und mittlerer Ringe, was noch Mitte der 1990er Jahre explizit ausgeschlossen wurde. Die Ringschlussmetathese von Alkenen und Alkinen wandte er meisterhaft zur Darstellung von Naturstoffen an. Weiterhin zählt Alois Fürstner zu den Pionieren der Platin-, Gold- und Eisenkatalyse. Durch eingehende metallorganische Studien half er, die Mechanismen von ablaufenden Reaktionen zu verstehen.

Alois Fürstner, so die GDCh, werde äußerst häufig von Fachkollegen zitiert, sei ein gesuchter Vortragender und ein geschätzter Berater.

Der Karl-Ziegler-Preis ist mit 50.000 Euro sowie einer Goldmünze dotiert. Damit ist der Preis eine der am höchsten Auszeichnungen für Chemiker in Deutschland. Auch Prof. Dr. Manfred Reetz, emeritierter Direktor des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, hat diesen Preis bereits erhalten.