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25.10.2016

Hohe Auszeichnung für MPI-Nachwuchsgruppenleiter: Dr. Bill Morandi erhält den „Bayer Early Excellence in Science Award“

Hohe Auszeichnung für MPI-Nachwuchsgruppenleiter: 
Dr. Bill Morandi erhält den „Bayer Early Excellence in Science Award“

Dr. Bill Morandi, Nachwuchsgruppenleiter im Bereich Homogene Katalyse am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, erhält den mit 10.000 Euro dotierten „Bayer Early Excellence in Science Award“ 2016. Mit dem Preis zeichnet die Bayer-Stiftung seit sieben Jahren herausragende Wissenschaftler in einer frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn aus. Bill Morandi wurde von dem unabhängigen Expertenrat für die Kategorie Chemie ausgewählt. Kriterium bei der Preisvergabe sind die Qualität und Originalität der Forschung sowie die Bedeutsamkeit der Forschungsergebnisse. Der 33-jährige überzeugte die Jury mit seinen Arbeiten im Bereich der nachhaltigen Umwandlung von Kohlenwasserstoffen und Polyolen in Bausteine für Anwendungen in der Medizinalchemie und den Materialwissenschaften. Morandi entwickelt neue „grüne“ Katalysekonzepte mit einem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz.

Ben List, Direktor der Abteilung für Homogene Katalyse am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, freut sich über die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz darauf, Talente wie Dr. Bill Morandi an unserem Institut zu haben, deren wissenschaftliche Exzellenz durch die Bayer-Stiftung gewürdigt wird. Der Preis in der Kategorie Chemie wurde schon zum zweiten Mal an einen Nachwuchswissenschaftler unseres Hauses vergeben, was zeigt, dass Mülheim auch international eine erste Adresse für ambitionierte Forscher ist.“
 

Über Dr. Bill Morandi:

Bill Morandi wurde in der Schweiz geboren und absolvierte sein Studium bis 2008 an der ETH Zürich, wo er als Oskar-Jeger-Stipendiat seinen Master of Science in chemischer Biologie erwarb. Als Doktorand wurde er vom Stipendienfonds der Schweizerischen Chemischen Industrie (SSCI) im Labor von Prof. Erick M. Carreira unterstützt. 2012 ging er an das California Institute of Technology, wo er sich unter der Leitung des Nobelpreisträgers Prof. Robert H. Grubbs schwerpunktmäßig mit katalytischen Oxidationsreaktionen beschäftigte.
Im Jahr 2014 erfolgte der Wechsel nach Mülheim an der Ruhr. Morandi erhielt eine von der Max-Planck-Gesellschaft ausgeschriebene Position als unabhängiger Forschungs-gruppenleiter und gründete am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung die Gruppe „Homogene Katalyse und Reaktionsdesign“. Unter seiner Leitung entwickelt das Team neue Katalysekonzepte mit besonderem Fokus auf kostengünstige und nachhaltige Katalysatoren. Ziel ist die Transformation von allgemein verfügbaren Rohstoffen in wertvolle Bausteine für Anwendungen in der Medizinalchemie und den Materialwissenschaften.

Der „Bayer Early Excellence in Science Award”

Der „Bayer Early Excellence in Science Award“ wird seit 2009 jährlich in den Kategorien Biologie, Chemie und Medizin vergeben. Die Preisrichter der „Bayer Science & Education Foundation“ beurteilen die Originalität und Qualität der Forschung der Kandidaten sowie die Signifikanz der Ergebnisse für die jeweilige Kategorie. 2016 wurden neben Dr. Bill Morandi für die Kategorie Chemie auch Dr. Christopher Aylett von der ETH Zürich im Bereich Biologie und Dr. Theresa Bunse vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg für die Kategorie Medizin ausgezeichnet. 2013 hatte mit Nuno Maulide bereits ein MPI-Forschungsgruppenleiter aus Mülheim den Bayer Early Excellence in Science Award erhalten. In der Jurybegründung heißt es, dass die gezielte Förderung von Nachwuchswissenschaftlern für das Life-Science-Unternehmen Bayer ein wichtiger Baustein sei, der den Weg für spätere strategische Partnerschaften und Dialoge mit dem Ziel einer erfolgreich angewandten Forschung bereite.

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