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26.04.2013

Girls' Day: 32 Schülerinnen besuchen das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

Girls' Day: 32 Schülerinnen besuchen das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

 

Haare zusammenbinden, Laborkittel überwerfen, Schutzbrille aufsetzen und los geht’s: Mehr als 30 Mädchen aus Mülheim und Umgebung haben am Donnerstag beim Girls‘ Day des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung mitgemacht.

Eine breite Berufspalette


In 14 Workshops konnten sie die Arbeit an einem wissenschaftlichen Institut kennenlernen – Workshops, die so vielfältig sind wie die Berufspalette an der Kohlenforschung: Neben den Wissenschaftlern aus Chemie und Physik arbeiten hier unter anderem Glasapparatebauer, Techniker, Laboranten oder auch Schreiner und Mechaniker. Viele Mitarbeiter haben ein Programm zusammengestellt, das den Mädchen einen guten Eindruck von den vermeintlich „frauenuntypischen“ Berufen vermittelt.

Bevor es aber in die Labore oder Werkstätten ging, eröffnete die Bürgermeisterin Renate aus der Beek den Mülheimer Girls‘ Day offiziell am Campus und stimmte die Schülerinnen darauf ein, möglichst viel daraus zu machen, denn „das ist euer Tag!“

Eigener Schmuck aus der Feinmechanik

Und so schauten sich die Mädchen beispielsweise in der Feinmechanik um, um dort ihren eigenen Schmuck zu kreieren: einen hübschen Ring mit Einlage. Andere Schülerinnen nahmen Cola, Kaffee und Co. unter die Lupe: „Wir analysieren, wie viel Koffein oder andere Stoffe in den Getränken enthalten sind. So etwas braucht man auch in der Lebensmittelchemie“, erklärt eine der Schülerinnen. In anderen Laboren stellen die Mädchen Aromen her oder lernen von den Wissenschaftlern, wie man zwei Flüssigkeiten voneinander trennen kann.

Vorbilder sind wichtig

Vor allem aber lernen die Mädchen beim Girls‘ Day, dass es für sie spannende berufliche Perspektiven an Forschungsinstituten gibt, und das mit Abitur und Studium oder ohne. „Wir achten sehr darauf, dass die Mädchen die Möglichkeit haben, hier mit weiblichen Angestellten zu sprechen“, erklärt Dr. Claudia Weidenthaler, Gleichstellungsbeauftragte an der Kohlenforschung. Sie betreut den Girls‘ Day seit Jahren. Es sei für die Schülerinnen enorm wichtig, Vorbilder zu haben.

Ob sie tatsächlich eine Ausbildung oder gar ein Studium im wissenschaftlichen Bereich einschlagen werden, können die Schülerinnen natürlich noch nicht sagen. „Spaß gemacht hat das auf jeden Fall!“, betont aber eine Teilnehmerin.