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09.09.2015

Elsa Sánchez-García erhält „PLUS 3“-Förderung der Boehringer Ingelheim Stiftung

Elsa Sánchez-García erhält „PLUS 3“-Förderung der Boehringer Ingelheim Stiftung

Drei Jahre weitere Forschung und das mit einer Förderung von bis zu 900.000 Euro: Das Perspektiven-Programm der Boehringer Ingelheim Stiftung bietet herausragenden Nachwuchsgruppenleitern beste Voraussetzungen für ihre Arbeit. Dr. Elsa Sánchez-García aus der Abteilung Theoretische Chemie am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung ist im August in das Programm der Stiftung aufgenommen worden. Unterstützt wird ein Projekt im Bereich des Rechnerischen Designs von Molekülen mit therapeutischem Potential.


Das molekulare Verständnis der Vorgänge, die mit enzymatischer Aktivität zu tun haben, ist von grundlegender Bedeutung für erfolgreiche Forschung im Bereich der Enzymologie. In diesem Zusammenhang entwickelt die Gruppe von Dr. Sánchez-García Rechenmodelle für die rationale Optimierung enzymatischer Eigenschaften. Diese Modelle bieten Leitlinien für die Planung von Experimenten und können zur Vermeidung zeitaufwendiger, teurer und oft erfolgloser “trial and error” Arbeiten im Labor beitragen.  Andererseits erlaubt es die enge Kooperation mit experimentellen Gruppen, die Qualität der Modelle zu überprüfen und die theoretischen Vorhersagen zu verifizieren.


Ein wesentliches Ziel des Projektes ist es, die Eigenschaften von Enzymen auf rationale Weise zu regulieren: durch Mutation wichtiger Aminosäuren, durch Wechselwirkungen mit dem Lösungsmittel und durch die Einführung von Liganden, die die Funktion des Proteins ändern können. In ihrer Forschung setzt Dr. Sánchez-García Molekulardynamik-Simulationen ein, kombiniert mit quantenmechanischen und molekülmechanischen Rechnungen sowie Berechnungen der freien Energie.


Finanziert wird das Projekt von der Boehringer Ingelheim Stiftung, einer eigenständigen, gemeinnützigen Stiftung, die medizinische, biologische, chemische und pharmazeutische Wissenschaft fördert. Das Perspektiven-Programm „PLUS 3“ ist speziell für herausragende Nachwuchsgruppenleiter in Medizin, Biologie und Chemie ausgeschrieben. Die Nachwuchsgruppenleiter sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Forschungsprofil weiter zu entwickeln und die Berufung auf eine Professur zu erlangen.


Möglich ist die Förderung einer selbstständigen Arbeitsgruppe für bis zu drei Jahren mit Mitteln zwischen 200.000 Euro und 300.000 Euro pro Jahr. Das Geld ist dabei für die Stelle des Nachwuchsgruppenleiters, Personalmittel sowie Sach- und Reisemittel eingeplant. Wer die Förderung erhält, entscheidet der Vorstand der Boehringer Ingelheim Stiftung auf der Basis von Empfehlungen des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung sowie externer Gutachten.