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29.06.2016

Doppelt ausgezeichnet ehrt besser: Otto-Hahn-Medaille und Otto-Hahn-Award für Dr. Manuel van Gemmeren. MPG-Auszeichnungen für einen Doktoranden unseres Instituts

Doppelt ausgezeichnet ehrt besser: Otto-Hahn-Medaille und Otto-Hahn-Award für Dr. Manuel van Gemmeren. 
MPG-Auszeichnungen für einen Doktoranden unseres Instituts

Dr. Manuel van Gemmeren, der bis Februar 2015 in der Abteilung Homogene Katalyse tätig war, wurde in diesen Tagen beim Jahrestreffen der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in Saarbrücken mit zwei Auszeichnungen für seine besonderen Promotionsarbeiten bedacht: Der junge Wissenschaftler bekam die Otto-Hahn-Medaille und den Otto-Hahn-Award für seine Entwicklung herausragend aktiver und selektiver Organokatalysatoren verliehen.

Dr. van Gemmeren gehört hiermit zu den 30 Preisträgern der Otto-Hahn-Medaille, die für ihre besonderen wissenschaftlichen Leistungen im Rahmen der Doktorarbeit von der Max-Planck-Gesellschaft geehrt wurden. Die Auszeichnung ist mit einem Anerkennungsbetrag von 7500 Euro verbunden und soll die Nachwuchswissenschaftler in ihrem Streben nach einer Hochschul- und Forscherkarriere unterstützen. Zusätzlich wurde Manuel van Gemmeren auch der Otto-Hahn-Award verliehen, den ansonsten dieses Jahr nur eine weitere Preisträgerin der Otto-Hahn-Medaille erhielt. Diese Auszeichnung richtet sich an besonders herausragende Gewinner der Otto-Hahn-Medaille und ermöglicht es ihnen, im Anschluss an einen Auslandsaufenthalt die Leitung einer kleinen Forschungsgruppe zu übernehmen. Der 30-jährige darf sich ein Max-Planck-Institut aussuchen und dort ein eigenes Forschungsprojekt durchführen. Die Auszeichnung soll den Weg für eine längerfristige Wissenschaftskarriere in Deutschland ebnen.

Manuel van Gemmeren hat von 2011 bis 2014 seine Doktorarbeit am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in der Abteilung von Benjamin List angefertigt. Es folgte eine Station als Postdoktorand an der Universität von Tarragona in Spanien. Aktuell baut Manuel van Gemmeren eine Nachwuchsgruppe an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf. Dort möchte er neue Synthesemethoden zur selektiven Aktivierung typischerweise inerter Verbindungen entwickeln.

In der Publikation „Ausgezeichnet“ der Max-Planck-Gesellschaft beschreibt Dr. Manuel van Gemmeren seine Forschungsschwerpunkte folgendermaßen:

„In meiner Forschung beschäftige ich mich damit, wie ansonsten nicht reaktive Substanzen durch den Einsatz geeigneter Katalysatoren selektiv zur Reaktion gebracht werden können. Während meiner Promotion entwickelte ich außergewöhnlich starke chirale Säuren, welche im Kontext der asymmetrischen Gegenanionen-vermittelten Katalyse enantioselektive Reaktionen von herausfordernden Substratkombinationen ermöglichen. Aktuell forsche ich an Reaktionen, in denen Kohlendioxid aktiviert wird und als Baustein zur Synthese präparativ nützlicher Carbonsäuren dient. In der organischen Chemie, insbesondere in der Synthese von Pharmazeutika und anderen sogenannten Feinchemikalien, ist es wichtig, ausgehend von simplen Verbindungen effizient molekulare Komplexität aufbauen zu können. Deshalb motiviert mich die Möglichkeit, durch die Entwicklung neuer selektiver Verfahren das Repertoire der hierfür zur Verfügung stehenden Schlüsselreaktionen zu erweitern.“

Über die Otto-Hahn-Medaille

Seit 1978 zeichnet die Max-Planck-Gesellschaft jedes Jahr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende wissenschaftliche Leistungen, die sie in der Regel im Zusammenhang mit ihrer Doktorarbeit erbracht haben, mit der Otto-Hahn-Medaille aus. Seit 1978 wurden bereits über 910 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird jeweils während der Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft im folgenden Jahr verliehen und ist nach dem Kernchemiker und Nobelpreisträger Otto Hahn benannt, der von 1948 bis 1960 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft war.

Der Otto-Hahn-Award

Der Otto-Hahn-Award ist eine Ehrung für besonders herausragende Preisträgerinnen und Preisträger der Otto-Hahn-Medaille. Mit dem Otto-Hahn-Award eröffnet die Max-Planck-Gesellschaft den Preisträgern die Möglichkeit, im Anschluss an einen Auslandsaufenthalt die Leitung einer kleinen Forschungsgruppe zu übernehmen. Sie dürfen sich ein Max-Planck-Institut aussuchen und dort ein eigenes Forschungsprojekt durchführen. Die Auszeichnung soll den Weg für eine längerfristige Wissenschaftskarriere in Deutschland ebnen.
Aktuell ist Gruppenleiter Michael Römelt aus der Abteilung Theorie von Prof. Walter Thiel als Nachwuchsgruppenleiter im Rahmen des 2013 erhaltenen Otto-Hahn-Awards am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung tätig.