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04.10.2012

250 kleine Forscher experimentieren im Hörsaalgebäude des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung

250 kleine Forscher experimentieren im Hörsaalgebäude des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung

Mülheim an der Ruhr. Ungewöhnlicher Besuch im Hörsaalgebäude des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr: Dort, wo sonst Professoren ihre  Vorträge halten, waren am Mittwoch, 3. Oktober, kleine Forscher am Werk. Das Institut hatte sich am Türöffner-Tag beteiligt, der vom WDR und der Sendung mit der Maus veranstaltet wird. Rund 250 Kinder und deren Eltern und Verwandte sind der Einladung zum Experimentieren im Institut gefolgt – weit mehr als erwartet. 

An insgesamt acht unterschiedlichen Stationen konnten die Kinder einen ersten Einblick in die Welt der Naturwissenschaften bekommen. Am Ende der Versuchsreihe stand das „Max-Planck-Maus-Diplom“, das jeder kleine Teilnehmer mit nach Hause nehmen durfte.

Die Kinder haben unterschiedliche Duftstoffe kennengelernt und von den Doktoranden erfahren, warum einige Dinge gut riechen und andere stinken. Sie haben mit speziellen Bausätzen Moleküle zusammengesteckt, um die Struktur der kleinen chemischen Bausteine zu verstehen. Sie haben mit Geheimtinte geschrieben oder auch gelernt, dass in einem schwarzen Filzstift ganz unterschiedliche Farben enthalten sind.

Kräftig Kurbeln war an der Lichtmaschine des Instituts gefragt: Mit Muskelkraft werden hier Lampen zum Leuchten gebracht. Hier haben die Kinder etwas über die Umwandlung der Energie erfahren: Wie oft muss ich kurbeln, um die Energie eines Gummibärchens zu verbrauchen?

Wie die großen Wissenschaftler haben die Kinder am Türöffner-Tag auch mit echtem Laborwerkzeug gearbeitet: Mit Pipetten, Waagen und Mikroskop. Mithilfe dieser Geräte haben sie die Oberflächenspannung von Wasser untersucht.

Besonders gerne nahmen die Nachwuchswissenschaftler auch die beiden Stationen unter die Lupe, an denen mit flüssigem Stickstoff gearbeitet wurde: Wenn Pflanzen, Ballons oder Gummischläuche in flüssigen Stickstoff (-195 Grad Celsius) getaucht werden, wird das Material schnell spröde wie Glas – und kann genauso leicht zerstört werden. Damit lassen sich interessante – und vor allem spaßige Experimente durchführen. Flüssiger Stickstoff eignet sich auch bestens zur Herstellung von Eiscreme. Die Ergebnisse dieses Experiments ließen sich die Kinder zum Abschluss ihres Besuchs am Max-Planck-Institut schmecken.

Eltern und andere Verwandte, die die Kinder begleitet hatten, haben sich in der Zwischenzeit in der eigens eingerichteten „Elternecke“ im ersten Stock aufgehalten, wo sie eine Tasse Kaffee trinken konnten und sich über die Arbeit am Institut informierten.

Für das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung war es die erste Teilnahme am Türöffner-Tag des Sendung mit der Maus, insofern war es auch für das 20-köpfige Team selbst ein kleines Experiment – eines, das geglückt ist. Ziel der Aktion war es, Kinder, die noch keinen Chemieunterricht in der Schule haben, für das Experimentieren und das wissenschaftliche Arbeiten zu begeistern. Und das ist den Mitarbeitern der Kohlenforschung gelungen.