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04.10.2013

100 kleine Kohlenforscher auf dem Weg zum Max-Planck-Mausdiplom

100 kleine Kohlenforscher auf dem Weg zum Max-Planck-Mausdiplom

Geheime Botschaften mit unsichtbarer Tinte, Experimente mit Rotkohlsaft oder Spurensuche mit Filzstiften: Im Hörsaalgebäude des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, wo sonst Professoren ihre Vorträge halten, waren am Donnerstag, 3. Oktober, kleine Forscher am Werk. Das Institut hatte sich am Türöffner-Tag beteiligt, der vom WDR und der Sendung mit der Maus veranstaltet wird. 100 Kinder im Grundschulalter haben das Institut besucht und an einem besonderen Experimentiertag teilgenommen, der in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfand.  

An insgesamt acht unterschiedlichen Stationen konnten die Kinder einen ersten Einblick in die Welt der Naturwissenschaften bekommen. Am Ende der Versuchsreihe stand das „Max-Planck-Maus-Diplom“, das jeder Teilnehmer mit nach Hause nehmen durfte.  

Chemische Duftstoffe und Molekülbausätze

Die Kinder haben unterschiedliche Duftstoffe kennengelernt und von den Doktoranden erfahren, warum einige Dinge gut riechen und andere stinken. Sie haben mit speziellen Bausätzen Moleküle zusammengesteckt, um die Struktur der kleinen chemischen Bausteine zu verstehen. Sie haben mit Geheimtinte aus Zitronensaft geschrieben und gelernt, dass in einem schwarzen Filzstift ganz unterschiedliche Farben enthalten sind.  

Kräftig kurbeln war an der Lichtmaschine des Instituts gefragt: Mit Muskelkraft werden Lampen zum Leuchten gebracht. Hier war Energieumwandlung das Stichwort: Wie oft muss ich kurbeln, um die Energie zu verbrauchen, die in einem einzelnen Gummibärchen steckt?    Wie die großen Wissenschaftler haben die Kinder am Türöffner-Tag natürlich auch mit echtem Laborwerkzeug gearbeitet: Mit Pipetten, Reagenzgläsern und Spateln, mit denen man kleine Mengen genau abwiegen kann. Nützlich, um herauszufinden, welche Lebensmittel sauer oder basisch sind.   

Blitzschnelle Eisdiele

Besonders gerne nahmen die Nachwuchswissenschaftler auch die beiden Stationen unter die Lupe, an denen mit flüssigem Stickstoff gearbeitet wurde: Wenn Pflanzen, Ballons oder Gummischläuche in flüssigen Stickstoff (-195 Grad Celsius) getaucht werden, wird das Material schnell spröde wie Glas – und kann genauso leicht zerstört werden. Damit lassen sich interessante und vor allem spaßige Experimente durchführen. Flüssiger Stickstoff eignet sich auch bestens zur Herstellung von Eiscreme. Die Ergebnisse der Versuche an der „Blitzschnellen Eisdiele“ ließen sich die Kinder dann zum Abschluss ihres Experimentiertags schmecken.  

Eltern und andere Verwandte, die die Kinder begleitet hatten, haben sich in der Zwischenzeit in der eigens eingerichteten „Elternecke“ im ersten Stock aufgehalten, wo sie sich über die Arbeit am Institut informieren konnten.  

Das 20-köpfige Team des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung hatte sich zur Aufgabe gemacht, Kinder, die noch keinen Chemieunterricht in der Schule haben, für das Experimentieren und das wissenschaftliche Arbeiten zu begeistern. Auch dieses Experiment ist gelungen.