Minervas Töchter schauen nach vorne
Martina Burggräf arbeitet als Assistentin der Verwaltungsdirektorin am Institut
Sie sitzt am Dreh- und Angelpunkt des Instituts und engagiert sich darüber hinaus noch in der Schwerbehindertenvertretung. Im Interview erzählt uns Martina Burggräf, wie es ihr gelang, auch einem Jobverlust etwas Positives abzugewinnen.
Was hat dich hierher geführt? Erzähl uns etwas über deinen Weg zur Kohlenforschung!
Martina Burggräf: Ich bin – offen gesagt – Corona sei Dank an der Kohlenforschung gelandet (lacht)! Mein ehemaliger Arbeitgeber, ein Reiseveranstalter, musste pandemiebedingt einige Mitarbeiter entlassen, und so habe auch ich meinen alten Job verloren. Ich habe mich dann nach Stellen im Assistenz- und Sekretariatsbereich umgesehen und mich hier am Institut beworben. Eigentlich ging es dabei um eine Assistenz in der Wissenschaft, doch im Vorstellungsgespräch wurde mir dann eröffnet, dass auch die Assistenz der Verwaltungsleitung neu besetzt werden soll. Und da ich mich mit meiner jetzigen Chefin Frau Dr. Schultz-Coulon schon in diesem Vorstellungsgespräch blendend verstand, habe ich direkt signalisiert, dass mich diese Stelle ebenfalls interessieren würde. Ich wurde genommen – und bin meiner Chefin bis heute sehr dankbar dafür, dass sie mir die Chance gegeben hat.
Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Martina: Als Assistentin der Verwaltungsleitung sitze ich gewissermaßen an einem Dreh- und Angelpunkt des Instituts und komme mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen in Kontakt. Das mag ich sehr, insbesondere den offenen Austausch untereinander. Auch die Abwechslung bei der Arbeit hier am Institut finde ich großartig. Man weiß nie, was am heutigen Arbeitstag noch so auf dem Schreibtisch landet (lacht).
Was sind deine beruflichen Ziele?
Martina: Eigentlich würde ich sagen, dass ich an der Kohlenforschung, hier und jetzt, an meinem Ziel angelangt bin. Was mir noch wichtig ist: Ich möchte gemeinsam mit Frau Schultz-Coulon das Institut digital auf solide Füße stellen. Ansonsten bin ich immer offen für neue Projekte, das finde ich sehr spannend. Man lernt nie aus!
Was war bislang beruflich gesehen dein schwierigster Schritt?
Martina: Jeder neue Schritt auf einem Karriereweg ist im Grunde genommen schwierig. Insbesondere wenn man einen Job verliert, ist das nicht schön. Doch man muss immer nach vorne schauen. Hier am Institut zum Beispiel musste ich mich an das Arbeiten im öffentlichen Dienst erst einmal gewöhnen. Vieles kannte ich aus der freien Wirtschaft so nicht – und ich bin meinen Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar für all die Hilfe, die ich insbesondere in der Anfangszeit bekommen habe. Doch ich habe festgestellt, dass mich jede berufliche Veränderung ein Stück weit zu der Person gemacht hat, die ich heute bin, flexibel und in der Lage, mich auf neue Situationen einzustellen.
Hast du ein Vorbild?
Martina: Jede starke Frau auf der Welt ist für mich ein Vorbild. Und damit meine ich nicht nur Berühmtheiten. Damit meine ich genauso die alleinerziehende Mutter von nebenan, die unbeirrt ihren Weg geht, allen Widerständen zum Trotz. Frauen, die ihr Ding durchziehen, finde ich toll.
Welchen Rat würdest du jungen Mädchen geben, die daran interessiert sind, in einer wissenschaftlichen Einrichtung zu arbeiten?
Martina: Ich kann schon nachvollziehen, dass man Respekt davor hat, es in den Naturwissenschaften zu versuchen. Aber ich finde, wenn sich eine Türe öffnet, dann sollte man die Gelegenheit auch nutzen und hindurch gehen. Wenn ich dann irgendwann feststelle, dass es für mich die falsche Türe war, muss ich mir eine neue suchen. Karrieren laufen nicht immer schnurgerade, das habe ich mittlerweile gelernt.
Wenn du einen Wunsch frei hättest: Was wäre das?
Martina: Ich würde gerne viele, viele Fernreisen machen, weil ich die Welt kennenlernen möchte. Allen anderen Ländern voran würde ich gerne Costa Rica sehen und den ganzen afrikanischen Kontinent bereisen. Auch Laos, Kambodscha und Vietnam finde ich als Reiseziele unglaublich reizvoll.












