Minervas Töchter mögen keine Monotonie
Steffi Dehn ist Technikerin am Institut - und neue Betriebsratsvorsitzende
Steffi Dehn arbeitet als Technikerin in der Abteilung Homogene Katalyse von Prof. Benjamin List. Im Interview erzählt die junge Frau, was sie an ihrer Arbeit am Institut interessiert - und warum sie sich im Betriebsrat engagiert.
Was hat dich hierher geführt? Erzähl uns etwas über deinen Weg zur Kohlenforschung!
Steffi Dehn: Ich habe mich schon in der Schule sehr für Naturwissenschaften interessiert. Als ich dann ein Pflichtpraktikum bei der Firma Evonik im Labor gemacht hatte, stand für mich fest: Das ist es! Kurz vor dem Abitur ging ich zum Arbeitsamt, um mich über Ausbildungsplätze zu informieren – und fand eine Stellenanzeige der Mülheimer Max-Planck-Institute. Ich habe mich gleich beworben und bin glücklicherweise angenommen worden. Seitdem arbeite ich an der Kohlenforschung.
Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Steffi: Ich mag, dass meine Arbeit hier sehr abwechslungsreich ist. Ob es nun die eigenen Projekte sind oder die, die in Kooperation mit meinen Kolleginnen und Kollegen laufen: kein Monat ist wie der andere. Man muss immer neu denken, immer etwas Neues lernen. Und genau das gefällt mir, denn Monotonie und Stillstand, das wäre schrecklich für mich.
Was sind deine beruflichen Ziele?
Steffi: Ich möchte es schaffen, niemals meine Neugierde zu verlieren und nie die Lust darauf, etwas Neues zu lernen – und einfach den Spaß an meiner Arbeit nicht verlieren. Schließlich muss ich noch rund 30 Jahre arbeiten, bis ich in den Ruhestand gehe (lacht)!
Was hat dich dazu bewogen, Betriebsratsvorsitzende zu werden?
Steffi: Ich bin ja schon seit 12 Jahren im Betriebsrat dabei und habe sozusagen aus der zweiten Reihe miterlebt, was man da so macht. Und dann habe ich bei der letzten Betriebsratswahl so viele Stimmen erhalten, was mich sehr gefreut hat. Und weil ich mir vorgenommen habe, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen, habe ich den Job angenommen.
Hast du ein Vorbild?
Steffi: Nein, eigentlich gibt es keinen Menschen, der mich in dieser Form inspiriert, dass ich ihm oder ihr nacheifern möchte.
Welchen Rat würdest du jungen Mädchen geben, die daran interessiert sind, in einer wissenschaftlichen Einrichtung zu arbeiten?
Steffi: Ich selbst habe eine reine Mädchenschule besucht und habe es zum Glück nie erlebt, dass mir jemand gesagt hätte: „Du kannst das nicht, weil du ein Mädchen bist!“ Von daher wäre mein Rat: Wenn ihr Lust auf etwas habt, dann macht es einfach! Angst ist in meiner Erfahrung in den allerwenigsten Fällen tatsächlich angebracht.
Wenn du einen Wunsch frei hättest: Was wäre das?
Steffi: Mein Wunsch für mich persönlich wäre Gesundheit, sowie genug Geld und Zeit, um noch möglichst viel von der Welt zu sehen und entdecken.












