Prof. Dr. Claudia Weidenthaler zur designierten Vorsitzenden der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft gewählt
Im November 2025 wählten die Mitglieder der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (DMG) Prof. Dr. Claudia Weidenthaler zur Vizevorsitzenden für das Jahr 2026 sowie zur designierten Vorsitzenden für die Jahre 2027 und 2028. Weidenthaler leitet die Forschungsgruppe Pulverdiffraktometrie und Oberflächenspektroskopie am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Die DMG vertritt das gesamte Spektrum mineralogischer Forschung. Sie organisiert wissenschaftliche Tagungen, entwickelt Lehrmaterialien für Schulen und Studierende und gibt das European Journal of Mineralogy mit heraus.
Weidenthaler und ihr Team erforschen wie die Beziehung zwischen Struktur und Eigenschaften die Leistungsfähigkeit von Katalysatoren über verschiedene Längenskalen hinweg beeinflussen. Der Fokus der Forschungsgruppe liegt auf energierelevanten Materialien für die Ammoniaksynthese oder Wasserstoffproduktion. „Es ist mir sehr wichtig, alle Bereiche der mineralogischen Forschung zu vertreten und die Mineralogie innerhalb der großen geowissenschaftlichen Gemeinschaft gut zu positionieren“, sagt Weidenthaler. „Ich habe ursprünglich Mineralogie studiert, bevor ich zur Chemie gewechselt bin. Heute sind Mineralogie und Chemie eng miteinander verbunden: Die moderne mineralogische Forschung stützt sich auf hochentwickelte analytische Methoden und bezieht zunehmend auch synthetische Materialien in ihr Themenspektrum ein.“
Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft wurde 1908 gegründet und zählt heute rund 1.550 Mitglieder, die überwiegend an Universitäten, Forschungseinrichtungen oder in der Industrie tätig sind. Die Gesellschaft gliedert sich in vier Fachsektionen: Angewandte Mineralogie, Kristallographie, Geochemie sowie Petrologie und Petrophysik.












