Zeit für Kreativität, Exzellenz und Engagement

Ernst-Haage-Preise gehen an herausragende Nachwuchskräfte der Chemie

13. November 2025

Die beiden Mülheimer Max-Planck-Institute haben die Ernst-Haage-Preise 2025 verliehen. Es wurde deutlich, wie vielseitig die aktuelle Chemieforschung ist - und mit welch großem Engagement junge Menschen in der Wissenschaft tätig sind. 

Kreativität, Exzellenz und Engagement – diese Eigenschaften vereinen die vielfältigen Preisträger des Ernst-Haage-Preises der beiden Max-Planck-Institute in Mülheim. In diesem Jahr ehrte die Ernst-Haage-Stiftung des Max-Planck-Instituts für chemische Energiekonversion (MPI CEC) und des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung (MPI KOFO) fünf Nachwuchswissenschaftler*innen für ihre herausragenden Beiträge zur chemischen Forschung.

Zwei Preise gingen an Auszubildende auf dem Campus: Joel Bicker vom MPI KOFO und Jana Brylak vom MPI CEC. Prof. Serena DeBeer, Vorsitzende des Ernst-Haage-Kuratoriums, betonte, dass der Ernst-Haage-Preis nicht nur eine Anerkennung für die Leistungen der Preisträger sei, sondern auch ein herzlicher Dank an alle Auszubildenden und Techniker auf dem Campus. „Sie sind das Rückgrat unserer Forschung“, sagte DeBeer. Auch die Ausbildungsleiterinnen Patricia Malkowski und Laila Sahraoui lobten die hervorragende Arbeit der jungen Auszubildenden an beiden Instituten.

Die anderen Preisträger machten deutlich, dass die chemische Forschung eine vielversprechende Zukunft hat – denn immer wieder sind es die jungen Wissenschaftler*innen, die ihre Mentor*innen überraschen. Der ehemalige Doktorand Dr. Maximilian Hielscher aus der Forschungsgruppe von Prof. Sigfried Waldvogel (MPI CEC) beeindruckte mit seiner Arbeit zur Optimierung elektroorganischer Umwandlungen. Ebenso wurde Dr. Liqun Kang, Postdoktorand in der Gruppe von Serena DeBeer, für sein herausragendes wissenschaftliches Talent, seine aufschlussreichen Analysen und sein uneingeschränktes Engagement für die Zusammenarbeit ausgezeichnet.

Der diesjährige nationale Preis ging an Dr. Terrance J. Hadlington, einen unabhängigen Gruppenleiter an der Technischen Universität München. In seinem Vortrag gab er einen faszinierenden Einblick in seine Arbeit, die sich unter anderem mit der Schnittstelle zwischen Hauptgruppenelementen und Übergangsmetallen befasst. Sein Laudator, Prof. Thomas Fässler, betonte, dass er besonders von Hadlingtons pragmatischer Herangehensweise an seine Arbeit beeindruckt war.

Ein weiteres Highlight aus der Welt der Chemie lieferte Dr. Josep Cornellà in seinem Keynote-Vortrag. Der neu ernannte Direktor am MPI für Kohlenforschung beschäftigt sich mit dem Element Bismut, dem schwersten stabilen Element im Periodensystem. In seinem Vortrag betonte Cornellà, dass die Ziele seines Teams über praktische Anwendungen in der Katalyse hinausgehen. „Zunächst einmal wollen wir Bismut richtig verstehen. Wir wollen verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind.“

Seit 2006 wird der Ernst-Haage-Preis an Nachwuchswissenschaftler*innen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Chemie verliehen. Der Preis wird zu Ehren des Mülheimer Unternehmers Ernst Haage (1901–1968) vergeben. Die Ernst-Haage-Stiftung wurde 2006 dank einer großzügigen privaten Spende gegründet.

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