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24.10.2018

Kyoko Nozaki von der Universität Tokyo wird Karl-Ziegler-Gastprofessorin 2018: Verleihung der höchsten Auszeichnung des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung am 29. Oktober 2018

Kyoko Nozaki von der Universität Tokyo wird Karl-Ziegler-Gastprofessorin 2018: Verleihung der höchsten Auszeichnung des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung am 29. Oktober 2018

Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung verleiht in diesem Jahr seine höchste wissenschaftliche Auszeichnung, die Karl-Ziegler-Gastprofessur, an Kyoko Nozaki von der Universität in Tokyo. Die renommierte Chemie-Professorin besucht das Mülheimer Forschungsinstitut vom 29. bis 31. Oktober, um drei Vorträge zu halten und sich mit den Wissenschaftlern auszutauschen. In der langen Tradition der Karl-Ziegler-Vorlesungen ist Kyoko Nozaki schon die 30. herausragende Wissenschaftlerin aber die erste Frau, die das Institut als Karl-Ziegler-Gastprofessorin gewinnen konnte. Ihre Forschung bewegt sich in den Bereichen der Organischen Chemie, der Materialwissenschaften und der Polymerchemie. Kyoko Nozaki und ihr Team arbeiten daran, neue Reaktionen zu entdecken, zu entwickeln und zu verstehen, bei denen die Homogene Katalyse genutzt wird. Die Japanerin hat viele bedeutende Beiträge zu ihrer Forschung veröffentlicht und wurde mit zahlreichen Preisen wie dem Mukaiyama Award der Japanischen Gesellschaft für Synthetische Organische Chemie oder dem Arthur K. Doolittle Award der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft ausgezeichnet.

„Kyoko Nozaki bekommt unsere Auszeichnung mit der Karl-Ziegler-Gastprofessur 2018 für ihre herausragenden Beiträge zu Methoden der Homogenen Katalyse in der Synthetischen Chemie und ihre Forschungsabhandlungen in der Polymerchemie.“, erklärt Professor Tobias Ritter vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. „Wir freuen uns sehr auf den Besuch und die Gespräche mit Frau Nozaki, die in unserem wissenschaftlichen Jahresprogramm ein Highlight darstellen“, so Ritter.

Die öffentliche Festvorlesung von Kyoko Nozaki mit einer Einführung durch Professor Tobias Ritter findet am Montag, 29. Oktober um 16 Uhr im großen Hörsaal des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung, Eingang Lembkestraße 7, statt. Unter dem Titel „Coordination copolymerization of propylene with polar monomers“ wird Kyoko Nozaki in englischer Sprache über die Herausforderungen in der Copolymerisation von Olefinen mit polaren Monomeren zur Synthese von funktionellen Polyolefinen sprechen.

Über die Karl-Ziegler Gastprofessur

Die mit 5000 Euro dotierte Karl-Ziegler-Gastprofessur ist nach dem Chemiker und Nobelpreisträger Karl Ziegler benannt, der Ehrenbürger der Stadt Mülheim an der Ruhr ist. Ziegler war von 1943 bis 1969 Direktor des Max-Planck-Institutes für Kohlenforschung und hat in seiner Schaffenszeit herausragende wissenschaftliche Entdeckungen gemacht. Größte Bedeutung erlangte seine Arbeit zu einer neuen Klasse von Katalysatoren für die Polymerisation von Ethylen und Propylen. Seine Forschung hierzu war für die industrielle Herstellung von Kunststoffen von herausragender Wichtigkeit und brachte Karl Ziegler 1963 den Nobelpreis für Chemie ein.

Die Karl-Ziegler-Gastprofessur wurde nach dem Tode Zieglers von seiner Ehefrau und der Tochter ins Leben gerufen. Sie findet seit 1978 in regelmäßigen Abständen am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung statt und soll das Andenken an den Mülheimer Ausnahmewissenschaftler bewahren, indem Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu Gastvorträgen an die Wirkungsstätte Zieglers eingeladen werden. Kyoko Nozaki ist die 30. Preisträgerin.


Über die Preisträgerin Kyoko Nozaki

Kyoko Nozaki wurde 1964 im Japan geboren und studierte Industrielle Chemie an der Fakultät für Ingenieurwesen der Universität Kyoto. Als Austauschstudentin ging sie an die Universität von Berkeley und forschte bei Professor Clayton H. Heathcock. Kyoko Nozaki promovierte 1991 an der Universität von Kyoto bei Professor Kiitiro Utimoto und startete anschließend ihre eigenständige wissenschaftliche Karriere als Dozentin an der Universität von Kyoto. 1999 wurde sie dort Associate Professor. In 2003 wechselte Kyoko Nozaki als Professorin an die Universität von Tokyo, wo sie auch heute noch den Bereich Chemie und Biotechnologie leitet. Die 54-jährige ist Mitglied und Beraterin in vielen wissenschaftlichen Gremien und wurde in Japan sowie auch international mit vielen renommierten Chemie-Preisen und Namensvorlesungen ausgezeichnet.